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Denkmal-Messe in Salzburg: Monumento vom 12-14. Januar
Denkmäler, die physischen Zeugen vergangener Zeiten, faszinieren und lassen Geschichte erlebbar werden. Hinter dem Erhalt derartiger historischer Kostbarkeiten steckt jede Menge Forschung, Technik und Handwerkskunst. Und die ist bei der „Monumento Salzburg 2012“, die im nächsten Jahr erstmals in Salzburg stattfindet, nicht nur Fachexperten zugänglich. Eine Besonderheit der Fachmesse: Auch interessiertes Publikum ist eingeladen in die Welt von Restauratoren, Materialforschern und Bauexperten einzutauchen.
Bei einer Pressekonferenz im historischen Dachstuhl der Kollegienkirche sprach jüngst eine Expertenrunde zum Thema „Emotion und Material“, dem Motto der Monumento 2012, und gibt einen Ausblick darauf, was die Messe internationalen Experten und interessierten Laien zu bieten haben wird.
Vernetzung internationaler Experten und spannende Einblicke für das Publikum
Bereits jetzt haben sich über 90 Aussteller aus Österreich, Deutschland, der Schweiz, Italien und Frankreich angesagt. Die Themenbereiche, die sie abdecken sind breit gestreut. Zahlreiche Restauratoren werden Einblick in Ihre Techniken und Fertigkeiten geben. Die Spezialisierungen der Aussteller sind dabei mannigfaltig. Sie reichen von Kirchenmalerei und Vergoldungen bis hin zur Laserreinigung historischer Fassaden oder der örtlichen Versetzung ganzer Gebäude. Stark vertreten sind auch Aussteller aus dem Bereich des spezialisierten Handwerks, wie Orgelbauer oder Glasmanufakturen. Auch Bau- und Technologieanbieter sowie Forschungsinstitute werden vertreten sein. „Mit der publikumsoffenen Fachmesse Monumento Salzburg schaffen wir eine internationale Plattform für Denkmalpflege, Denkmalschutz, Restaurierung und Bodendenkmalpflege in Österreich. Das ist ein wichtiger Schritt, um die Bewusstseinsbildung für Kulturgutbewahrung zu fördern“, so Dipl.-Kfm. Henrik Häcker, Geschäftsführer der Messezentrum Salzburg GmbH, auf der Pressekonferenz.
Ein besonderer Schwerpunkt bei der Monumento 2012 wird auf das Material Holz gesetzt. „Als einer der ältesten Baustoffe der Welt ist Holz Bestandteil vieler historischer Gegenstände und Bauwerke. Sein Erhalt und der Schutz vor Fäulnis und Zerfallsprozessen stellt Denkmalpfleger vor große Herausforderungen. Zugleich versinnbildlicht wohl kaum ein anderes Material das Zusammenspiel von Technik und Emotion so deutlich wie Holz, das vor Jahrhunderten von Menschenhand geformt worden ist“, erklärt Charlotte Reichenspurner, Bereichsleiterin Messen, die Wahl des Schwerpunktthemas.
Hochkarätige internationale Partner der Messe
Ein klares Ziel der Monumento Salzburg ist die internationale Vernetzung von Fachexperten. Mit den Denkmalämtern Österreich, Bayerns und Südtirols als Partner wird die internationale Komponente sichtbar. Dr. Ronald Gobiet vom Bundesdenkmalamt Österreich hebt bei der Pressekonferenz die Wichtigkeit des Messestandortes für eine internationale Fachmesse hervor: „Salzburger Festspiele kreieren Außergewöhnliches! Ebenso findet diese mitteleuropäische Denkmalpflegemesse an diesem Standort außergewöhnlich vitales Interesse bei in- und ausländischen Ausstellern, fachspezifischen Institutionen, Restauratoren sowie Konservatoren. Schon heute zeichnet sich ein facettenreiches Messeangebot ab. Die Interessenten der publikumsoffenen Fachmesse erwartet ein anspruchsvolles Rahmenprogramm. Die vielfältigen Facetten der Fachinstitute für Ausbildung und Forschung präsentieren eindrucksvoll den Stand der Technik im mitteleuropäischen Raum. Fachvorträge beleuchten auch den Themenbereich „Holz“. Energieeffizienz, Schädlingsbehandlung, Bauphysik sowie neueste Vermessungstechnologien spannen einen weiten Bogen von der Archäologie bis zur modernen Architektur.“
Generalkonservator Prof. Dr. Egon Johannes Greipl vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege unterstreicht die wirtschaftliche, kulturelle und internationale Bedeutung: „Bayern ist eines der denkmalreichsten Bundesländer in Deutschland. Kulturell wie auch wirtschaftlich spielen die Denkmäler eine wichtige Rolle: für den Mittelstand genauso wie für den Tourismus. Es ist ein wichtiges Signal, wenn in Salzburg als Mozartstadt wie auch Weltkulturerbe-Stadt die Denkmalmesse „Monumento“ stattfindet. Der internationale Austausch befördert die Qualität heute mehr denn je – wie zu Mozarts Zeiten!“
Dr. Leo Andergassen vom Südtiroler Landesamt für Denkmalpflege betont die Herausforderungen, die das Schwerpunktthema Holz mit sich bringt: „Die Südtiroler Denkmalpflege ist tagtäglich mit der Materie Holz konfrontiert. Die vielfältige Verarbeitung des Werkstoffs fordert immer wieder Handwerker und Restauratoren heraus, dabei sind traditionelle Techniken und auch neue Zugänge gefragt. Die Denkmalmesse Salzburg wird darauf Antworten zu geben wissen, vor allem aber den konkreten Austausch auch unter den DenkmalarbeiterInnen anregen. Das Echo von dieser Seite lässt auf eine rege Beteiligung hoffen.
Aktuelles Rahmenprogramm und attraktive Kooperationen
Für das allgemeine Publikum bietet die Monumento Salzburg einen interessanten Zusatznutzen durch eine Kooperation mit den Leoganger Bergbahnen. Am Wochenende und am Wochenende nach der Messe kann die Eintrittskarte gegen zwei um die Hälfte reduzierte Karten im Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang eingetauscht werden. Neben dieser Kooperation hat die Monumento Salzburg noch einen zweiten gewichtigen Partner an Bord holen können, der vor allem für das Fachpublikum Vorteile bringt. Der traditionsreiche deutsche Callwey Verlag ist auf die Bereiche Bautechnik und Architektur spezialisiert und gibt eine Reihe von Veröffentlichungen heraus, die die Zielgruppe der Monumento Salzburg direkt erreichen. Die Präsenz als Partner auf der Messe macht die Monumento für das Fachpublikum besonders attraktiv. Ansprechend ist für Experten aber auch das Rahmenprogramm mit zahlreichen Fachvorträgen. Die Themen reichen dabei von neuesten Technologien in der Restauration bis hin zu anschaulichen Fallbeispielen. So kann das Fachpublikum sich über die Möglichkeiten der Computertomografie in der Untersuchung genauso informieren wie über die Erhaltung von Bayerns ältesten Wassermühlen. Einige der Fachvorträge werden auch für das allgemeine Publikum zugänglich sein – wie zum Beispiel das aktuelle Thema „Denkmäler und Energiewende“.
Weitere Informationen auf der Messewebsite.
